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Artenvielfalt: Unser BioDiv-Camp 2026 im Nationalpark Bayerischer Wald

Vier Tage voller Wildnis, Entdeckungen und Abenteuer: Beim BioDiv-Camp 2026 erkundeten wir den Nationalpark Bayerischer Wald von Kadaver-Workshops über Moor-Renaturierung bis zu nächtlichem Wolfsgeheul!

20.07.2026

Zwischen hohen Gräsern, Tümpel-Biotopen und dem wunderwilden Wald des Nationalparks Bayerischer Wald fand das diesjährige Abenteuer-Artenvielfalt-Camp der BUNDjugend Bayern statt.

Dabei war nicht nur Raum für die Entdeckung faszinierender Insekten wie der Blutzikade oder einer frisch geschlüpften Libelle, sondern es gab auch genügend Gelegenheiten für Spiel, Spaß und Abenteuer.
Sei es auf der Suche nach Tierspuren im Wald, einer aufregenden Moor-Renaturierung oder einer Nachtwanderung im Tier-Freigelände – inklusive wildem Wolfsgeheul! – während der vier Tage im Nationalpark standen Abenteuer und Artenvielfalt (Biodiversität) im Fokus des Geschehens.

Der erste Tag begann nach einem kurzen Snack direkt mit dem ersten außergewöhnlichen Workshop: Kadaver! Dafür ging es mit zwei Expert*innen vom Jugendwaldheim aus in den Wald. Begleitet vom Vogelgezwitscher der Mönchsgrasmücken und Rotkehlchen, vorbei an Wühlflächen von Wildschweinen und großen Baumpilzen wie dem Zunderschwamm, gelangten wir bis zur offiziellen Ablagestelle der Kadaver. Diese werden vom Nationalpark unter anderem zur Untersuchung von Aaskäfern (z. B. Speckkäfer und Totengräber) genutzt.

Auf der Suche nach Insekten wie Libellen, Bienen und diversen Fliegenarten begleiteten uns Eric Mühlnikel und Gerrit Öhm auf dem Gelände des Jugendwaldheims und zeigten uns die Eier von Bremsenfliegen auf Wasserpflanzen sowie mitgebrachte Präparate am Binokular.
Gleichzeitig ermöglichte Paulina, eine der ehrenamtlichen Teamer*innen, einen spannenden Einblick in das Leben von Fledermäusen: Es konnten selbstständig Fledermauskästen aus Holz gebaut sowie Präparate und für die Bestimmung wichtige Kotproben von echten Fledermäusen begutachtet werden.

An einem Abend mit wunderschön flammendem Sonnenuntergang und später sternenklarer Nacht erkundeten wir das Tierfreigelände Schönau. Zuerst lauschten wir dem abendlichen Vogelkonzert und sahen zwei Bibern beim spielerischen Schwimmen und Tauchen zu. Später bestaunten wir die riesigen Elche, erspähten ein paar Wisente zwischen den Bäumen und hatten sogar das große Glück, ein Wolfsrudel heulen zu hören.

Den darauffolgenden Tag widmeten wir uns vielfältigen Renaturierungsmaßnahmen im Hochmoor und entdeckten auch hier die riesige Vielfalt an Arten. Wir halfen voller Tatendrang beim Bau eines Staudamms zur Wiedervernässung eines Moor-Areals, sammelten Torfmoose und entbuschten zugewachsene Flächen.

Im Anschluss gab es eine wohlverdiente Abkühlung im benachbarten Badesee, bei der wir eine aufregende Begegnung mit einer Ringelnatter hatten. Frisch gestärkt durch ein leckeres Abendessen, konnten wir in unseren Abschlussabend starten: Jede*r durfte sich am Funkenschlagen versuchen, und als das Lagerfeuer brannte, wurden Stockbrot und Schokobananen im Feuer zubereitet – mmh, war das lecker!

Mit dem gemeinsamen Aufräumen und einer Abschlussrunde am Sonntag endete das BioDiv-Camp 2026 und hinterließ bei allen Beteiligten ähnliche Gefühle: Begeisterung über die Ereignisse der gemeinsamen Zeit und Vorfreude auf das Camp im nächsten Jahr!