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Fauna & Fences – Gemeinsam für Herdenschutz und Artenvielfalt

Vom 24.04.–26.04.2026 unterstützten 22 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Bayern den Regauer Hof bei Oberaudorf bei Herdenschutz- und Naturschutzmaßnahmen auf den Almflächen.

28.05.2026

Bis alle angereist waren, durften die ersten Teilnehmenden bereits beim Schwenden helfen, also dem Entfernen von Buschwerk auf den Almwiesen, um eine Verbuschung der artenreichen Almwiesen zu verhindern. Nachdem alle angekommen waren, gab es eine Einführung in den Auf- und Abbau von Mobilzäunen und die Teilnehmenden konnten das Gelernte anschließend direkt ausprobieren.

Danach wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Anschließend gab es einen inhaltlichen Input zum Thema Herdenschutz und Almbetrieb auf dem Regauer Hof. Dabei konnte nicht nur die Bäuerin direkt von ihrer täglichen Arbeit berichten, sondern auch eine Teilnehmende von ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Ehrenamt im Herdenschutz“. Es wurden zahlreiche Fragen gestellt und intensiv über das Spannungsfeld zwischen Weidebewirtschaftung und Wolfsschutz diskutiert.

Am Samstagmorgen ging es früh los und die Jugendlichen fuhren gemeinsam mit der Bauernfamilie zu den Weidewiesen. Ein Teil der Gruppe durfte zuvor noch beim Ausmisten der Ställe und beim Füttern der Tiere helfen. Für Abwechslung auf der Almwiese sorgten verschiedene Arbeiten: Es wurde geschwendet, Mobilzäune wurden aufgebaut und Litzen eingezogen, Zaunstrecken freigeschnitten und im steinigen Boden eine Erdung eingegraben.

Nach einer gemeinsamen Brotzeit mit Gemüseeintopf zum Mittagessen konnten die verschiedenen Gruppen durchtauschen, sodass die Teilnehmenden unterschiedliche Aspekte des Herdenschutzes kennenlernen konnten.

Die Arbeiten gingen den ganzen Tag weiter und gegen Einbruch der Dämmerung waren alle Zäune aufgebaut und die Erdung fast vollständig fertiggestellt. Anschließend wurde erneut gemeinsam gekocht und gegessen und der Abend klang gemütlich aus.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück weiter. Ein Teil der Gruppe fuhr erneut zu den Almwiesen, um die Erdung fertigzustellen, während eine zweite Gruppe die Pferde und Ponys der Bäuerin in einer mehrstündigen Wanderung vom Hof zu den Almwiesen führte.

Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen auf der Almwiese, bei dem die getane Arbeit betrachtet werden konnte. Anschließend wurden die Teilnehmenden zurück zum Bahnhof gebracht. Ein besonderes Highlight des Wochenendes war auch das Kennenlernen der Stalltiere – wenige Tage vor dem Einsatz waren dort zwei Kälber zur Welt gekommen.

Für beide Seiten war die Aktion ein voller Erfolg: Die Jugendlichen konnten ungewohnte Einblicke in das Hofleben und die Herdenschutzarbeit gewinnen und die Familie Regau zeigte sich begeistert über die motivierten und engagierten Jugendlichen, die in kurzer Zeit unglaublich viel Arbeit bewältigten.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen plant die BUNDjugend Bayern, auch im Jahr 2027 erneut ein Herdenschutzprojekt auf dem Regauer Hof durchzuführen.

Text: Alexander Rix